Doppelkonsonanten
Doppelkonsonanten spielen eine wichtige Rolle für die Aussprache und Rechtschreibung. Sie zeigen in der Regel an, dass der vorangehende Vokal kurz ausgesprochen wird.
Regeln
Ein kurzer Vokal wird häufig durch die Verdopplung des nachfolgenden Konsonanten angezeigt.
- kommen
- fassen
- Begriff
Häufige Doppelkonsonanten: Besonders häufig verdoppelte Konsonanten sind ll, nn, mm, ss, ff, tt, bb, dd und pp.
- Welle, Keller
- Sonne, kennen
- kommen, Lamm, Damm
- hoffen, Affe, schaffen
- glatt, Mutter
- kribbeln, knabbern
- knapp, Puppe, Tipp
- Widder, paddeln
Nach einem langen Vokal oder einem Diphthong (Doppellaut aus zwei unterschiedlichen Vokalen, z. B. eu, ei, au, äu) werden Konsonanten nicht verdoppelt.
- Rat (kein Doppel-t)
- Boot (kein Doppel-t)
- kaum (kein Doppel-m)
Wenn ein Wort einen Doppelkonsonanten im Wortstamm hat, bleibt dieser in der Regel auch in allen verwandten Wörtern erhalten, z. B. der Mann → die Männer, kommen → ich komme, knapp → die Knappheit.
Besonderheiten
Substantive, die auf einem s-Laut enden, bilden den Plural oft mit -se, z. B. der Bus → die Busse, der Kürbis → die Kürbisse.
Bei femininen Substantiven mit der Endung -in, die eine weibliche Person bezeichnen, wird der Plural mit -innen gebildet, z. B. die Lehrerin → die Lehrerinnen.
Einige unregelmäßige Verben verlieren im Präteritum einen Doppelkonsonanten am Wortende, z. B.: schaffen → ich schaffe, aber ich schuf.
Andere unregelmäßige Verben können im Präteritum oder im Partizip II einen zusätzlichen Konsonanten erhalten, z. B.: reiten → ich reite, aber ich ritt, ich bin geritten oder leiden → ich leide, aber er litt, er hat gelitten. Dieser Konsonantenwechsel tritt häufig bei starken Verben auf, die im Präteritum ihren Stammvokal ändern.
Konsonanten werden auch in festen Konsonantenverbindungen meist nicht verdoppelt, z. B. bei pf, tz, ck, st, sch und th. In Zusammensetzungen können jedoch mehrere Konsonanten aufeinandertreffen, z. B. Kippfenster, Klappfahrrad oder Fünfbettzimmer.

