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Das Komma bei Anreden

Das Komma bei Anreden

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Das Komma bei Anreden (Anredekomma)

Anreden sind Wörter oder Wortgruppen, mit denen man eine Person direkt anspricht (Name, Verwandtschaftsbezeichnung, Titel, Spitzname usw.). Da die Anrede nicht zur eigentlichen Satzstruktur gehört, wird sie mit Kommas abgetrennt.

Anrede am Satzende → Komma davor

  • Ich liebe dich, Mutti.
  • Willst du mit mir ins Kino gehen, Iva?
  • Kommen Sie herein, Frau Bauer.

Anrede am Satzanfang → Komma danach

  • Heidi, hast du die Prüfung bestanden?
  • Frau Müller, können Sie es uns erklären?

Anrede in der Satzmitte → zwei Kommas

  • Schau mal, Peter, deine Eltern sind zu Hause.
  • Das kann ich dir, Thomas, nicht vergeben!
  • Vergesst nicht, Kinder, die Hausaufgaben zu machen!
  • Das müssen Sie, Anna, selbst besorgen.

Anrede kann auch eine Bezeichnung oder ein Pronomen sein

  • Was hast du gemacht, du Flegel! (Anrede: du Flegel)

Wann kein Komma steht

Wenn der Name oder Titel ein Satzglied ist (z. B. Subjekt) und keine direkte Ansprache vorliegt, steht kein Komma:

  • Martin hat schlechte Laune gehabt. (Martin = Subjekt)
  • Herr Wolf ist sehr spät zum Unterricht gekommen. (Herr Wolf = Subjekt)

Auch ohne Anrede steht natürlich kein Komma:

  • Ich danke dir vielmals.
  • Ich danke dir, Hans, vielmals.

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