Fremdwörter
Warum schreibt man „Physik“ mit ph, „Pizza“ mit zz und „Maschine“ ohne ie?
Fremdwörter folgen oft anderen Schreibregeln als heimische deutsche Wörter – weil sie ihre Schreibweise aus ihrer Herkunftssprache mitbringen. Griechisch, Latein, Italienisch, Englisch und Französisch haben in der deutschen Rechtschreibung deutliche Spuren hinterlassen.
ph statt f – Wörter aus dem Griechischen
In Fremdwörtern griechischen Ursprungs wird der f-Laut häufig als ph geschrieben: Physik, Phantom, Katastrophe, Philosophie, Alphabet, Geographie, Atmosphäre, Phrase, Prophet, Triumph. Das ph wird im Deutschen wie ein einfaches f ausgesprochen. Bei einigen Wörtern sind mittlerweile beide Schreibweisen möglich: Fantasie neben Phantasie; Fotografie neben Photographie; Geografie neben Geographie. Faustregel: Wenn du Philo-, Physi-, -graph, -phon oder -phie siehst, denk an Griechisch → ph.
th – ebenfalls häufig aus dem Griechischen
In vielen Wörtern, die aus dem Griechischen stammen, wird der t-Laut mit th geschrieben: Theater, Thema, Mathematik, Methode, Rhythmus, Bibliothek, Apotheke, Therapeut, Theorie, Sympathie. Das th wird im Deutschen wie ein einfaches t gesprochen.
kk und zz – besondere Schreibweisen bei Fremdwörtern
Doppelkonsonanten wie kk und zz kommen vor allem in Fremdwörtern vor. Sie stammen oft aus der Herkunftssprache und folgen nicht immer den normalen deutschen Regeln mit ck und tz. kk: der Akkord, der Akkusativ, der Akku, der Mokka, die Makkaroni. zz: die Pizza, die Skizze, die Razzia, der Jazz, das Puzzle, die Pizzeria. Solche Wörter musst du dir als Lernwörter einprägen.
-ine oder i
In deutschen Wörtern zeigt ein langes i meist die Schreibweise ie (Biene, Schiene) oder in wenigen Fällen ih (ihm, ihr). In Fremdwörtern wird das lange i hingegen oft einfach als i geschrieben – besonders bei der Endung -ine: die Lawine, die Maschine, die Limousine, die Kantine, die Mandarine, die Marine, die Routine, die Margarine.
Fremdwörter schreiben langes i häufig nur als i: Virus, Kilo, Kino, Taxi, Radio, Trio, Studio. Verwechslungsgefahr: Mine (Sprengkörper oder Bergwerk) vs. Miene (Gesichtsausdruck).
Endung -ie
Viele Fremdwörter enden auf -ie mit langem i: die Biologie, die Energie, die Demokratie, die Symphonie, die Kopie, die Strategie. Viele dieser Wörter haben den Artikel die. Es gibt aber auch Ausnahmen, zum Beispiel das Genie.
y statt i
In Fremdwörtern aus dem Griechischen oder Englischen erscheint häufig y: das Gymnasium, der Typ, die Physik, das System, das Symbol, die Pyramide, der Zylinder, das Hobby, die Party.
c statt k
In einigen Fremdwörtern steht c für den k-Laut: das Café, der Cursor, der Computer, der Code. Vor e oder i kann c auch wie ts gesprochen werden: der Cent, circa. In manchen Wörtern aus dem Englischen oder Französischen klingt c wie s: die City, das Center.

